Wie schon vor einigen Wochen berichtet, beschäftige ich mich mit einem kleinen Projekt, in dem ein stromsparender Wohnzimmer-PC konzipiert werden soll. Die genauen Anforderungen an diesen PC sind inzwischen klar:
- möglichst stromsparend (weniger als 60W)
- kann als digitaler Satelliten-Receiver genutzt werden
- Schnittstelle für CAM (PayTV)
- spielt Videos in Full-HD ab
- spielt Blu-Ray Filme ab
- kann bequem per Fernbedienung bedient werden
- lässt sich gut in ein bestehendes Home-Entertainment System integrieren
- kann als digitaler Video-Rekorder verwendet werden.
Inzwischen ist das Projekt schon wesentlich konkreter geworden und der erste Prototyp ist fertig und die meisten der oben aufgelisteten Anforderungen an den Wohnzimmer-PC werden bereits erfüllt.
Die Komponenten
- Mainboard: ASUS AT3N7A-I (Atom 330, GeForce 9400)
- Gehäuse: Lian Li PC-Q7B (Mini-ITX)
- Arbeitsspeicher: 2 GB DDR2
- Netzteil: 300 Watt be quiet
- Laufwerk: LiteOn iHOS104 (Blu-Ray)
- Festplatte: 1TB (5400 U/min)
- Fernbedienung: Hama WMC Fernbedienung
- Betriebssystem: Microsoft Windows 7
Erste Test-Ergebnisse
Nach den ersten Tests erfüllt der Prototyp bereits die meisten der Anforderungen. Mit einem Prüfgerät habe ich zunächst einmal den Stromverbrauch des Wohnzimmer-PCs getestet. Dieser liegt auch unter Last meist nur knapp über 50 Watt. Bei der Verwendung als digitaler Satelliten-Receiver liegt der Leistungsaufnahme bei etwa 45 Watt.
Da das Gehäuse nur eine Slot-Blende auf der Rückseite besitzt, lässt sich beim Prototyp des Wohnzimmer-PCs leider kein CAM-Einschub integrieren. Außerdem lässt sich das Gehäuse auf Grund der Form schlecht in ein bestehendes Home-Entertainment System integrieren, weshalb ich bereits auf der Suche nach einem anderen Gehäusen bin. Da die Verarbeitung des LianLi Gehäuses hervorragend ist, wird es wohl ein anderes Modell des Herstellers werden.
Bei der Wiedergabe von DVDs und Blu-Rays gibt es bisher noch Software-Probleme, da diese im Media Center von Windows 7 noch nicht einwandfrei abgespielt werden. Dieses Problem sollte jedoch in den Griff zu bekommen sein. Generell ist das Media Center jedoch absolut selbsterklärend und einfach zu bedienen. Auch Aufzeichnungen lassen sich dank EPG bequem planen. Hier wäre es noch schön, wenn man den Computer nach Abarbeitung aller Aufnahmen automatisch herunterfahren könnte.
Im nächsten Schritt werde ich nun auch noch versuchen die restlichen Anforderungen zu erfüllen und den Wohnzimmer-PC unter Linux testen. Die Ergebnisse werden auch wieder hier zu finden sein.
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5 Nachrichten zu “Stromsparender Wohnzimmer-PC – Die Komponenten”
Sollte der Aspekt Stromsparen im Fordergrund stehen, ist statt dem BeQuiet ein Enermax Pro82+ 385 Netzteil vorzuziehen, bei dem Aspekt Leise das Eco80+ 350 Watt. Generell sollte eher auf Be Quiet Produkte verzichtet werden, da die Effizienz und Qualität eher bescheiden ist.
Netzteile von Enermax sind qualitativ selbstverständlich auch sehr hochwertig und besonders energieeffizient und man hätte auch ein Netzteil dieser Marke verbauen können. Ich habe mich jedoch für ein BeQuiet Netzteil entschieden, da ich mit der Qualität und Effizienz dieser Marke bisher sehr zufrieden war und deren Wirkungsgrad auch über 80% liegt.
Generell ist es natürlich sehr wichtig ein effizientes Netzteil zu verbauen, weshalb für mich nur Enermax oder BeQuiet in Frage kommt. Sollte noch jemand Netzteile einer anderen Marke empfehlen können, lasse ich mich natürlich gerne eines Besseren belehren.
Da möchte ich jetzt gerne einmal ein kurzes Lob aussprechen, schöner Beitrag – mehr habe ich jetzt an der Stelle nicht zu sagen
Also bisher habe ich das Projekt noch nicht so ganz verstanden. Teilweise werden hier Markenprodukte mit Noname Billigprodukten vermischt. Wenn ich so etwas baue (ich baue so etwas öfter), dann steht doch als erstes mal die Qualität und die Leistung im Vordergrund, denn ich möchte es ja für längere Zeit nutzen (Jahre). Aber wie gesagt, momentan verstehe ich hier den Sinn nicht so ganz. Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen.
Ich wüsste nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt. Ich habe an keiner Stelle etwas von Noname Billigprodukten geschrieben. Wenn beim Arbeitsspeicher oder der Festplatte kein genaues Modell angegeben wurde, stand dies zu dieser Zeit schlichtweg noch nicht fest. Dass ausschließlich hochwertige Komponenten verbaut werden stand nie in Frage. Für mich war das auch nicht das erste System, das ich geplant und zusammengebaut habe
Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen, es wurden nur hochwertige Markenprodukte verwendet und das System läuft nach über einem Jahr täglichen Betriebs wunderbar.